Mittelfranken | Beitrag der Redaktion | 2. April 2026
Dein Guide für die Bärlauch-Saison in Mittelfranken

Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden in Mittelfranken erwärmen, passiert etwas Besonderes: Ein intensiver, würziger Duft nach Knoblauch zieht durch die Wälder. Der Bärlauch ist zurück. Das Sammeln der grünen Blätter macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch eine ordentliche Portion Frische direkt aus der Natur in eure Küche. Ob für Pesto, Butter oder Suppe – Bärlauch kann komplett vielseitig eingesetzt werden. 

Damit du bei deiner nächsten Tour nicht mit leeren Händen dastehst, haben wir einige Spots in Mittelfranken für dich gesammelt. Schnapp dir deinen Stoffbeutel und los geht’s.

Bärlauch-Spots in Nürnberg und Fürth

In Nürnberg zieht es viele Sammler an den Weigelshofer Weg. Wenn du stadteinwärts läufst, entdeckst du das Feld auf der rechten Seite neben dem Pfad. Ein guter Orientierungspunkt ist der kleine Tümpel direkt daneben.

Ein echter Abenteuerspielplatz für Sammler ist zudem die riesige Wiese am alten Kanal. Du läufst vom Kanal durch den Wald und unter der Autobahn hindurch. Direkt nach der Unterführung hältst du dich links auf dem Kiesweg, bis ein kleiner Schleichweg nach rechts abzweigt. Auf der linken Seite der Lichtung kannst du nach Herzenslust ernten.

In Fürth ist die Heilstättenstraße deine erste Adresse. Die schattigen Plätze dort begünstigen das Wachstum der Pflanzen massiv. Auch in Oberasbach am Gräbelsweg lohnt sich ein genauer Blick in das Unterholz.

Die Hersbrucker Schweiz und das Nürnberger Land

Die Laubwälder der Hersbrucker Schweiz verwandeln sich im Frühjahr in einen grünen Teppich.

In Hersbruck selbst gibt es ein bekanntes Feld an einem leichten Abhang – hier solltest du trittsicher sein. Ein Geheimtipp liegt kurz vor Kleinviehberg in Pommelsbrunn. Such nach einer Bank an der Straße. Von dort aus läufst du zu Fuß hinunter in die Schlucht auf der linken Seite. Der Abstieg lohnt sich, da dort oft weniger Leute unterwegs sind.

Auch im Landkreis Roth kannst du eine gute Ausbeute machen: In Petersgmünd (Am Eichenhain) blickst du in Richtung Westen der Untersteinbacher Straße den Hügel hinauf. Direkt nach den Grundstücksgrenzen siehst du das Meer aus grünen Blättern.

Ausflüge in den Westen: Ansbach und Burgbernheim

Wer im Westen Mittelfrankens unterwegs ist, kommt am Hesselberg im Landkreis Ansbach nicht vorbei. Besonders die Ost-, Nord- und Westhänge sind bekannt dafür, dass du dort gut Bärlauch sammeln kannst.

In Burgbernheim ist der Tiefenbach dein Ziel. Entlang des Wassers, seitlich des Wanderweges, steht alles voll mit den würzigen Blättern. Unsere Tipp: Stell dein Auto am Waldgasthof Wildbad ab und folge einfach dem Wanderweg in den Wald hinein.


Sicherheit geht vor: Verwechslungsgefahr erkennen

Bevor du loslegst, ist ein kurzer Check wichtig. Bärlauch sieht den Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich – und die sind giftig.

So erkennst du den echten Bärlauch:

  1. Der Geruch: Reib ein Blatt zwischen den Fingern. Wenn es nach Knoblauch riecht, bist du sicher.
  2. Die Blätter: Jedes Bärlauchblatt wächst an einem eigenen Stiel aus dem Boden.
  3. Die Unterseite: Bärlauchblätter sind mattgrün auf der Unterseite, Maiglöckchen glänzen dort eher.


Achte beim Sammeln darauf, pro Pflanze nur ein Blatt zu nehmen, damit sie weiterwachsen kann. Wir wollen schließlich auch nächstes Jahr wieder kommen.


Fazit: Dein grüner Frühling in Mittelfranken

Mittelfranken hat von stadtnahen Wiesen bis hin zu tiefen Schluchten in der Hersbrucker Schweiz alles zu bieten, was du für eine erfolgreiche Ernte brauchst. Viel Spaß beim Suchen und Entdecken.